Elf Hochlandrinder auf Ab(Wander)wegen
Am Samstag 13. August führte uns der Weg ins Tessin. Bei kühlem und regnerischem Wetter stiegen wir um 6.30 Uhr in den Zug Richtung Süden. Bei bester Laune genehmigten wir uns das obligatorische Proseco-Frühstück im Zug. Wie von unseren Organisatorinnen bestellt wurden wir mit viel Sonne und strahlend blauem Himmel in Locarno empfangen. Mit einer turbulenten und atemberaubenden Fahrt führte uns das Postauto durch enge Strassen hoch in das malerisches Dörfchen Mergoscia. Einen kurzen Moment noch genossen wir dort die wunderschöne Aussicht auf den Lago Maggiore und machten uns für den Abmarsch bereit. Nach einem kurzen Stück auf der Strasse kamen wir in den angenehm kühlen Wald. Die nächsten zwei Stunden führte ein steiler Weg über Stock und Stein nach Monte di Lego in eine Berghütte, wo wir eine Mittagspause einlegten um zu verschnaufen und eine Minestrone zu essen. Ausgeruht nahmen wir den zweiten Aufstieg in Angriff. Dieser Wanderweg führte uns durch ein Gehege, in welchem „Langhornchüeh“ sogenannte Hochlandrinder leben. Diese Tiere liegen da ganz gelassen mitten auf dem Wanderweg herum, was die meisten der Satusfrauen dazu bewegte einen grossen umständlichen Bogen um sie zu machen. Jedoch nicht alle liessen sich von den Hochlandrindern mit ihren riesigen Hörnern beeindrucken und marschierten direkt an ihnen vorbei. Um ca. 17.30 Uhr erreichten wir unser Ziel auf 1500 Meter in Alpe Cardada. Mit einem sensationellen Ausblick auf Locarno und Ascona genossen wir einen wohlverdienten Apèro. Bei einem gemütlichen Nachtessen in der Berghütte Capanna Lo Stallone liessen wir uns mit Spezialitäten und natürlich auch Wein aus den Tessin verwöhnen. Nach diesem anstrengendem Tag fanden die einen sehr früh und die anderen eher spät den Weg ins wackelige Etagenbett des Massenschlags in der Capanna Lo Stallone. Gut erholt und frisch gestärkt begaben wir uns auf unseren Abstieg ins Tal zurück. Mit der Cardadabahn fuhren wir oberhalb von Locarno, wo einige noch einen Abstecher in die Kirche Madonna del Sasso machten. Kurz entschlossen stiegen wir dann in Locarno auf das Schiff nach Ascona wo wir noch einen amüsanten Nachmittag an der Seepromenade verbrachten. Mit dem Bus zurück nach Locarno begaben wir uns auf unseren Heimweg. Mit ausgelassener Stimmung im Zug, fuhren wir zurück ins leider nasse und kalte Olten. Unsere diesjährige Turnerinnenreise liessen wir mit einem gemeinsamen Fussmarsch nach Trimbach ruhig ausklingen. Wir möchten Ursi und Manuela für die wunderschöne und perfekt organisierte Reise „Merci vöumol es esch super gsi“ sagen.